Ausstellung in Düsseldorf – Wonderwalls – Art & Toys

Street Art und Designer Toys – Ausstellung kuratiert in Düsseldorf

© Andreas Endermann

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Wonderwalls – Art & Toys

Die aktuelle Ausstellung im NRW-Forum ist ein voller Erfolg für die Landeshauptstadt. Wonderwalls – Art & Toys zeigt über 2.000 Werke, bei denen die Grenzen zwischen Graffiti, Skulptur, Fotografie, Grafikdesign und Designer Toys oftmals verschwimmen.

© Andreas Endermann

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In einem einmaligen Setting treffen internationale Street-Art Künstler:innen wie Banksy, Shepard Fairey, Swoon und JR auf europäische Sammlerlieblinge wie David Shrighley oder Stefan Marx. Ob an einem verregneten Sonntagnachmittag oder als Zwischenstopp bei einem Spaziergang am Rheinufer. Dieses bunte Gesamtkunstwerk sollte wirklich jede Düsseldorferin und jeder Düsseldorfer gesehen haben.

Die Zeit seit Ende der 1970erJahre bis heute

Die Hauptmotive der präsentierten Kunstwerke sind Gesellschafts- und Kapitalismuskritik, Meinungsfreiheit und eine Menge Popkultur. Mit viel Verspieltheit und Humor repräsentieren die Werke die Zeit seit Ende der 1970er Jahre bis heute.
Alternativ könnte die Ausstellung auch heißen: Von New York bis an den Rhein. Ist doch der US-amerikanische Einfluss weiterhin zentral für die Bildsprache. „Double Cheesburger End of the World Giveaway“, schreibt Shrighley sarkastisch über einen gemalten Burger. Darunter ein UnAmerican Graffiti, eine Collage aus Comic-Figuren, den Simpsons und der Queen. Auf einem weiteren Werk ist eine große Kreditkarte zu sehen, Marke: American Depress. Auch die Beschäftigung mit dem eigenen Sujet darf hier nicht fehlen, so portraitiert Banksy kritisch eine Auktionsszene. Auf einem der Exponate steht: „I can’t believe you morons actually buy this shit“.

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Ursprüngen des Graffitis in der Bronx

Für mich ist besonders spannend, dass Street-Art niemals nur ein begrenztes Phänomen war. Sondern sich immer weiterentwickelt hat und mittlerweile viele zeitgenössische Kunst- und Kulturströmungen durchdringt. Urbane Kunst ist dabei immer geprägt von ihrer demokratisierenden Kraft, die Menschen bereits begeisterte, als die Werke noch von großen Galerien ignoriert wurden. Genau diese Entwicklung spiegelt auch die Aufmachung der Ausstellung wider. Mit den Ursprüngen des Graffitis in der Bronx und dokumentarischer Street Photography von Ricky Powell und Martha Cooper beginnt.

© Andreas Endermann

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Daran anknüpfend wird Street-Art abstrahiert und als globales Phänomen dargestellt. In einem zweiten Raum verschwimmen dann schließlich japanische Spielzeuge und Mangas mit New Yorker Straßenkultur.

Die Zusammenarbeit mit Selim Varol

Möglich wurde die Ausstellung durch die Zusammenarbeit mit Selim Varol. Der junge Sammler begeisterte sich bereits für Street-Art, als diese noch ein erschwinglicher Geheimtipp war. Innerhalb der letzten Jahrzehnte hat sich der Düsseldorfer mit über 10.000 Werken eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen urbaner Kunst in Europa aufgebaut.

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Wer sich jetzt fragt, ob er zu spät dran ist, mit dem Einstieg in die urbane Kunst, dem kann gesagt werden: It’s never too late.  Auch wer nicht mal eben einen sieben bis achtstelligen Betrag für ein Original-Banksy auf den Tisch legen kann, hat die Möglichkeit einen Anteil zu besitzen. Neben vielen bekannteren Werken der Ausstellung hängt ein QR-Code, der einen zu Finexity, einer Kapitalanlagenseite für Sachwerte, weiterleitet. Also auf zur Street-Art Aktie!

Liebste Grüße, Ihre Katja

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